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Kunst für die Donaugartenschau

Ausstellung der Entwürfe für den Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum“

 

Im Rahmen der Landesgartenschau Deggendorf 2014 sollen Kunstobjekte auf dem Gelände der Landesgartenschau entstehen, die auf Dauer dort verbleiben sollen. Entsprechend dem Motto „donaugartenschau“ und der Lage Deggendorfs als Tor zum Bayerischen Wald sowie als Bindeglied zum Gäuboden sollen Kunstwerke gefertigt werden, die sich mit den Elementen Holz, Wasser, Stein, Metall und Erde auseinandersetzen.
Für die Teilnahme an dem engeren Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum“ haben sich 51 Künstler aus Deutschland, Österreich und Tschechien beworben.
Aus dem Bewerberkreis hat die Jury 11 Künstler ausgewählt, die sich anschließend intensiv mit dem Ausstellungsort der geplanten Gartenschau, u.a. bei einem Kolloquium, auseinandergesetzt haben.

 

Bei der Präsentation der elf Entwürfe in der Stadtgalerie bildete die Jury vier Favoritenblöcke. Der Jury der Fachpreisrichter gehörten Hubert Huber, Berufsverband Bildender Künstler Regensburg, Ludwig Bäuml, Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz, Vit Pvlik, Südböhmischer Künstlerverband, Birgitta Petschek-Sommer, Stadtmuseum Deggendorf und Dr. Maximilian Seefelder vom Bezirk Niederbayern an. Die Sachpreisrichter waren OB Anna Eder, Deggendorf, Ingrid Rott-Schöwel und Waltraud Tannerbauer, beide Geschäftsführerinnen der Landesgartenschau Deggendorf, und Axel Klapka, Preisträger des Realisierungswettbewerbes Landesgartenschau 2014 GmbH.

 

Favoriten 1:
Jörg Bachinger mit seinen Stahlkantlingen, Judith Lipferts Arbeit Nebos - Netzboote und Herta Wimmer-Knorr mit ihrer Arbeit "Spießbürger“.

 

Favoriten 2:
Erika Einhellinger mit einem "Donauweib" und Peter Kuba mit "enigmatischen Objekten".

 

Favoriten 3:
Annegret Hoch mit ihrem "Horizontglas", einem Plexiglasrohr, Andreas Sobeck zeigt eine "Stromboje".

 

Favoriten 4:
Marcel Manche mit einem dreiteiligen Granit-Edelstahl-Objekt. Das Atelier Scholle-Deubzer zeigt das "Das gläserne Tor" mit Deggendorfer Motiven. Jiri Bayer stellt seine Edelstahlkonstruktion "Reiher" aus. Cornelia Raster zeigt eine Skulptur aus Glas und Metall: eine "Muschelhälfte".

 

Für die Realisierung der Projekte sollen Sponsoren gewonnen werden.

 

Die Modelle können bis Ende November 2011 in den Geschäftsräumen der Landesgartenschau 2014 GmbH Schlachthausgasse 1 (94469 Deggendorf) besichtigt werden.


Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:
Montag bis Donnerstag: 09.00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

 



 

 

 

Die einzelnen Entwürfe in der Übersicht

 

 

 

Lipfert Judith: Nebos - Netzboote
- Kojen (ca. L2,70m*H1,25m*B1,50m)
- Als Ruheplatz nutzbar; leicht schwingend
- Aus der Donauschiffahrt: Schlafplatz für Schiffsleute

 

 

 

Wimmer-Knorr Herta: Spießbürger
- „Le PETit Bourseois“ aus Metallskelett/Flaschen (H4m, B1,6m)
- Gegensätze: Das Kleine ist groß, Abfall wird zu Wert, Hässliches wird schön
- Zwerg als Symbol der spießbürgerlichen Welt „sprengt“  Rahmen
- Mehrere tausend Flaschen vermitteln Eindruck eines Wasserreservoir

 

 

 

Bachinger Jörg: Stahlkantlinge im Wellenmotiv
- 5 massive gekröpfte Stahle (je ca.  5m x 0,2m x 0,2 m, ca. je 1,6to)
- Mittiges Wellenmotiv, das beidseitig nach außen ausläuft
- Aspekt des Flusslaufes wird abstrahiert

 

 

 

Einhellinger Erika: Donauweib
- Figur aus Bronze (ca. L2,8m*H0,5m* B0,5m) auf Granitsockel
- auf Wellenbewegung schwimmend
- Donauweib (halb Mensch – halb Fisch) als sagenumwobene Flussbewohnerin

 

 

 

Kuba Peter: Enigmatische Objekte
- Eisenblech mit 25mm Stärke bei Mindesthöhe von 1,20m
- Gegensätzlich assoziative Figur: 
- Garten (Schnecke)  – Fluss (Welle)
- Dreiergruppe als Betonung des wellenförmigen Dahingleitens
- Eisen als Bekämpfungsmittel gegen Schnecken, rostige Farbe gleichzeitig ähnlich der braunen Farbe einer Schnecke

 

 

 

Hoch Annegret: Horizontglas
- Plexiglasrohr (ca. L0,65*H2,2m*B0,65m)
- Von innen mit “Horizontlinien” bemalt
- Bay/Böhmischer Wald mit beeindruckender Landschaft und langer Geschichte in Glasherstellung und Hinterglasmalerei

 

 

 

Sobeck Andreas: Stromboje
- Wasserstandsunabhängige Flussmühle  (ca. L7,0m*3,5m*B4,0m)
- Zeigt die Transformation von Strömungsenergie in Elektrizität
- Historisch und zugleich in Zukunft von Bedeutung

 

 

 

Bayer Jírí: Reiher
- Stahlkonstruktion (ca. L 10m*H 4,7m* B 7,6m)
- Nutzbar als Aussichtspunkt bzw. Brücke über Wasser
- Reiher als typischer Wasservogel bei der donaugartenschau

 

 

 

Manche Marcel: Dreiteilige Formation
- Granitstein + zwei Edelstahlobjekte (ca. L9,0m*H2,4m*B3,1M)
- Linien in Edelstahl durch elektrolytisches Verfahren eingebracht
- Linien zeigen den Verlauf von Donau und Isar

 

 

 

Raster Cornelia: Muschelhälfte
- „Muschel“ mit Bank aus Glas/Metall (ca. L 2,8m*H1,9m*B1,3m)
- Muschel als Teil der Donau, Farbe des Glases dieser ähnlich; Lichtreflexe und Verzerrungen durch Glas ähneln Wasser
- Bank als Möglichkeit sich mit „Schmiererei“ zu verewigen

 

 

 

Scholle-Deubzer (Atelier): Das gläserne Tor
- Stahlblech, 14 transparenten Glasreliefs (L2,1m*H2,8m*B0,65m)
- Glasreliefs mit Abdrücken von interessanten Orten, beleuchtet
- Bay. Wald berühmt für Glas; Deggendorf als Tor zum Bay. Wald